JVC X’Eye
JVC ist ein holländischer Elektronik Konzern, der sich hauptsächlich auf Consumer Electronics Artikel konzentriert. Populär sind hierbei vor allem Kompaktanlagen, Fernseher und weitere Audio und Videogeräte. Dass JVC allerdings auch mal einen kleinen Abstecher in den Konsolenmarkt unternahm, wissen wahrscheinlich die Wenigsten.
Schon zu Beginn der 90er Jahre schlossen sich Sega, ein bekannter und großer Soft- und Hardware Hersteller aus Japan und JVC zu einer Kooperation zusammen. Sega hatte …
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JVC ist ein holländischer Elektronik Konzern, der sich hauptsächlich auf Consumer Electronics Artikel konzentriert. Populär sind hierbei vor allem Kompaktanlagen, Fernseher und weitere Audio und Videogeräte. Dass JVC allerdings auch mal einen kleinen Abstecher in den Konsolenmarkt unternahm, wissen wahrscheinlich die Wenigsten.
Schon zu Beginn der 90er Jahre schlossen sich Sega, ein bekannter und großer Soft- und Hardware Hersteller aus Japan und JVC zu einer Kooperation zusammen. Sega hatte zu dieser Zeit gerade eine 16 Bit Konsole herausgebracht, die in den USA unter dem Namen Genesis und in Europa als Sega Mega Drive verkauft wurde und dem Konkurrenzprodukt von Nintendo, der Super NES, zumindest von den Verkaufszahlen her überlegen war.
Das Ziel war es, die Konsolenleistung des Mega Drives und der Sega CD mit einem High-End CD Player zu verbinden, für dessen Konzeption JVC verantwortlich war. Das Projekt firmierte dabei unter dem Namen Wondermega. Im Jahre 1992 wurde das System schließlich in Japan zuerst herausgebracht und für den stattlichen Preis von $ 620 verkauft.
JVC hatte dabei einen Digital Audio Prozessor entwickelt, der für damalige Verhältnisse eine neue Dimension der Klangwiedergabe ermöglichte. Vor allem Spiele, die auf basslastige Soundeffekte setzten, also Shooter beispielsweise, kamen durch diesen Prozessor zur Geltung. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Konsole mit einem Musikspiel im Bundle auf den Markt kam, einem Karaoke Titel, der natürlich in Japan Anklang fand. Da die X’Eye mit einem CD Laufwerk ausgestattet war, konnten natürlich auch Musik CDs abgespielt werden.
Insgesamt gesehen floppte die Konsole jedoch, was an der starken Konkurrenz zu dieser Zeit lag (so gab es sogar Kannibalisierungseffekte von Sega selber, die zuvor das günstigere Genesis CDX System veröffentlicht hatten) und zum anderen am hohen Preis der Konsole. Selbst eine überarbeitete und günstigere Version der X’Eye, die ein paar Jahre später veröffentlicht wurde, konnte die Verkaufszahlen nicht wesentlich verbessern.
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